Deutsche Morbus Perthes Initiative

Wenn Kinder hinken, stolpert das Leben.

Der Hüftschnupfen

Wenn ein Kind von einem Hüftschnupfen betroffen ist, hatte meist zuvor einen Infekt der Atemwege oder des Magendarm-Traktes. Hüftschnupfen treten auch oft vor einem Morbus Perthes auf. Nicht nach jedem Hüftschnupfen entwickelt sich ein Morbus Perthes.

Wie es zu dieser Folgeerkrankung kommen kann, ist bis heute unklar. Immerhin: Die Beschwerden, die in erster Linie Kinder betreffen, klingen nach zwei bis drei Wochen wieder ab. Falls nicht, kann eine deutlich schwerwiegendere Krankheit dahinter stecken. Bei einem Hüftschnupfen strahlen die Schmerzen vom Hüftgelenk bis ins Bein aus.(Quelle: imago) Der Hüftschnupfen (lateinisch Coxitis fugax) ist eine vorübergehende schmerzhafte, aber harmlose Gelenkserkrankung, die überwiegend bei Kindern im Alter von drei bis acht Jahren auftritt. Dabei sind Jungen bis zu viermal häufiger betroffen als Mädchen. Der Hüftschnupfen ist eine der häufigsten Gelenkserkrankung im Kindesalter.
Der ungewöhnliche Name Hüftschnupfen leitet sich vom herkömmlichen Schnupfen ab, da dieser wie ein Schnupfen kommt und geht. Erwachsene können auch an einem Hüftschnupfen erkranken, allerdings ist dies äußerst selten.

Einseitige Beschwerden, ein typisches Symptom des Hüftschnupfens sind plötzliche, häufig über Nacht auftretende Schmerzen in Hüfte, Knie und Bein. Dabei ist meistens nur ein Hüftgelenk betroffen. Die Schmerzen sind so stark, dass die betroffenen Kinder nicht mehr auftreten können und als Vermeidungsverhalten hinken sie oder können gar nicht mehr gehen. Ein Hüftschnupfen tritt ohne Vorankündigung aus vollster Gesundheit auf.
Beim Hüftschnupfen bildet sich ein entzündlicher Erguss am Hüftgelenk, eine Ansammlung von Flüssigkeit im Gelenkspalt bildet sich, der die Schmerzen verursacht. Dieser Erguss tritt typischerweise als Folge einer etwa zwei Wochen zuvor durchgemachten viralen Infektion der Atemwege oder des Magendarmtraktes auf. Wie es jedoch genau zu dem Gelenkserguss kommt, ist nicht geklärt.

Die Diagnose eines Hüftschnupfen erfolgt durch eine im Liegen durchgeführte Rotationsbewegung der Beine. Beim Hüftschnupfen kommt es hierbei zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit der Beine und zu Schmerzen, die durch den Gelenkserguss ausgelöst werden. Eine weiterführende Diagnostik ist die Untersuchung des Hüftgelenkes mittels Ultraschall. Hiermit lässt sich ein Gelenkserguss eindeutig erkennen und darstellen.

Die Therapie eines Hüftschnupfens umfasst Schonung des erkrankten Gelenks, wozu in den ersten Tagen Bettruhe ratsam ist, sowie die Einnahme von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten. Ein Hüftschnupfen klingt innerhalb von zehn Tagen bis drei Wochen wieder vollständig ab und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Oft wird Hier von Ärzten NUROFEN Saft verschrieben.

Ursache Morbus Perthes? 
In manchen Fällen kann sich hinter den Symptomen eines Hüftschnupfens auch das Krankheitsbild des sogenannten Morbus Perthes verbergen. Deswegen muss bei der Diagnose auch diese schwerwiegende Gelenkserkrankung auch als mögliche Ursache mit berücksichtigt werden.

Beim Morbus Perthes kommt es aufgrund einer Durchblutungsstörung zu einer schrittweise voranschreitenden Zerstörung des gesamten oder von Teilen des Hüftgelenkes. Deswegen sind engmaschige Nachuntersuchungen nach dem ersten Auftreten der Symptome unbedingt erforderlich. Eventuell sind noch weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen und Blutuntersuchungen notwendig. Erst wenn die Beschwerden nach zehn Tagen bis maximal drei Wochen vollständig abgeklungen sind, kann ein Morbus Perthes ausgeschlossen werden.

Oft werden entzündungshemmende Mittel zu Behandlung eingesetzt. Z.B.

- Proxen
- Nurofen

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